Homöopathie & Behandlungskosten

Fotolia 55805958 XSDie Kostenfrage ist der Punkt, wo es in Sachen Homöopathie oft Unsicherheiten gibt. Deshalb erfahren Sie hier alles Wichtige darüber und die Dinge, auf die Sie als Patient besonders achten sollten, damit Ihre Behandlung auch ein Erfolg wird. Grundsätzlich: informieren Sie sich bereits VOR Behandlungsbeginn über das Procedere und die Behandlungskosten. Arzneikosten fallen bei der Homöopathie nur wenig ins Gewicht, was bleibt ist der Arbeitsaufwand des Behandlers. 

Natürlich möchte man einen guten, erfahrenen Homöopathen auswählen, der sein Handwerk professionell versteht, ist der Markt doch mittlerweile recht groß und Homöopathie steht fast auf jedem Praxisschild.

Das heißt aber noch lange nicht, das auch klassisch homöopathisch behandelt wird. Wichtige Parameter zur Therapeutenwahl finden Sie auch unter dem Artikel "Guter oder schlechter Homöopath?" Nach einer recht zeitaufwändigen Fallaufnahme (ca. 2-3 Stunden) ist zusätzlich noch die Fallanalyse und Repertorisation (Mittelsuche mit Hilfe eines Repertoriums / Symptomensammlung z.B. Synthesis, Kent, Radar etc.) notwendig, sodass es nicht selten vorkommt, dass für die Erstbehandlung ein zusätzlicher Zeitaufwand von 30-60 Min. notwendig wird. Folgekonsultationen gehen deutlich schneller vonstatten und sind oft weniger häufig erforderlich als bei anderen Therapieverfahren. Die Kosten für eine Fallaufnahme sind frei verhandelbar, in Anlehnung an die Gebührenordnung für Ärzte oder Heilpraktiker liegen sie in der Regel zwischen 100-300€, je nachdem wie gut der Ruf und das Ego des Behandlers ist. Wenn die Behandlung zufriedenstellend verläuft, erfolgen Konsultationen im Zeitabstand anfangs von 4-6 Wochen, die dann zunehmend seltener werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf ca. 30-60€. Eine Konstitutionsbehandlung sollte zumindest dann in jährlichen Abständen kontrolliert werden. Der Therapeut ist immer auf die gute und sorgfältige Mitarbeit des Patienten angewiesen. Werden, wie erforderlich, genaue Aufzeichungen vom Patienten gemacht, erleichtert dies dem Behandler deutlich die Arbeit und verkürzt damit dessen Arbeitszeit und ggf. die Häufigkeit der Folgebehandlungen was letzendlich der Patient durch günstigere Rechnungen quittiert bekommt. Oft hört man die Frage, ob gesetzliche Krankenkassen die Kosten für eine solche Behandlung erstatten. Klare Antwort: NEIN. Nur durch private Krankenversicherungen, Krankenzusatzversicherungen und durch die Beamtenbeihilfe werden die Kosten je nach Versicherungsumfang teilweise oder ganz erstattet. Manche gesetzliche Krankenkassen werben irrtümlich und zur Verwirrung ihrer Versicherten mit Übernahme der Leistungen für eine homöopathische Behandlung durch Ärzte mit Zusatzqualifikation. Die Schilderungen von Patienten, die solch einen "Versuch" unternommen haben um in erster Linie "Geld zu sparen" liefen meist darauf hinaus, dass in einer etwa halbstündlichen Behandlungssitzung ein Mittel gesucht wurde, das weder sorgfältig anamnestisch, noch repertorisiert, noch differentialdiagnostisch genau überprüft wurde, abgesehen vom zweifelhaften Therapieeffekt, der erbracht wurde. In Einzelfällen gibt es auch Privatsprechstunden, wo der Patient einen Teil der Kosten zusätzlich selbst bezahlen muß. Die erstere Beschreibung betreffend muß klar gesagt werden: ein klassischer Homöopath wird und kann so nicht arbeiten. Es braucht einfach viel Zeit und ein sehr tiefgründiges Wissen, dem oft ein mehrjähriges Studium vorausgeht, um erfolgreich homöopathisch arbeiten zu können. Dabei ist es unerheblich, ob der Homöopath Arzt oder Heilpraktiker ist, beide sitzen während des Homöopathiestudiums auf der gleichen Schulbank und schreiben die gleichen Diplomprüfungen. Ein normaler Kassenarzt hat oft nicht die Zeit, sich mit Hingabe und persönlicher Anteilnahme seinen Patienten zu widmen, weil er eben diese Zeit leider nicht gut genug bezahlt bekommt oder sie eben gar nicht erst hat. So ist es mehr als verständlich, dass aus der klassischen Homöopathie heraus die klinische Homöopathie praktiziert wird, d.h es werden nach bekannten Anwendungsgebieten (Indikationen) entsprechend bewährte homöopathische Mittel verordnet (Beispiel: Thuja bei Warzen, Belladonna bei Fieber, Sulfur bei Hauterkrankungen usw.) ohne dabei die Persönlichkeit und die Modalitäten des Patienten ausreichend zu berücksichtigen, oder aber noch schlimmer: es werden homöopathische Komplexmittelpräparate verordnet. Beides hat mit der Homöopathie leider nicht viel zu tun und geht einzig und allein zu Lasten des Patienten und sorgt im Umkehrfalle auch für eine Rufgefährdung der Klassischen Homöopathie. Ein privatärztlich arbeitender Homöopath oder Heilpraktiker hat bzw. nimmt sich die Zeit und deshalb entstehen auch die oben genannten Kosten. Der Homöopath ist i.d.R. freiberuflich tätig und muss betriebswirtschaftlich ähnlich kalkulieren wie andere Freiberufler oder Dienstleister. Vergleicht man die Kosten insgesamt mit den in der hiesigen Dienstleistunggesellschaft ansässigen Angeboten, fällt diese doch unterm Strich recht moderat aus. Am Ende muss sich jeder Patient überlegen, wofür er letztendlich sein Geld ausgibt, sicher ist es in Sachen Gesundheit recht gut angelegt. Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts, besagt ein altes Sprichwort. Ein seriöser Homöopath stellt seine Gebühren zudem öffentlich aus. So können Sie sich als Patient vorab umfassend informieren und entscheiden, ob Sie die Kosten akzeptieren oder nicht. Soweit die Kosten aus der Behandlungsdauer resultieren, sind verbindliche Aussagen darüber, wieviel die Behandlung abschliessend insgesamt kostet vorab schwer möglich, da eine Prognose vor der Fallaufnahme ebenso unseriös wäre wie ein Heilungsversprechen. In meiner über 10jährigen therapeutischen Laufbahn habe ich noch keinen Fall erlebt, der mit einem anderen vergleichbar war. Jeder Patient erhält die auf ihn individuell zugeschnittene Behandlung. 

HP Kathrin Kühne (diplomierte klassisch-homöopathisch arbeitende Heilpraktikerin)

Im Trend: Zusatzversicherung für naturheilkundliche / homöopathische Leistungen. Die meiste Zahl der Patienten sind Selbstzahler, d.h. sie müssen ihre Behandlung aus eigener Tasche bezahlen. Das ist der Fall bei gesetzlich krankenversicherten Patienten ohne Zusatzversicherung. Private Krankenkassen und Beihilfen erstatten i.d.R. die Kosten für eine homöopathische Behandlung, ebenso Krankenzusatzversicherungen je nach abgeschlossenen Tarifen. Da das Interesse an der Klassischen Homöopathie ständig steigend ist, entscheiden sich immer mehr Patienten für den Abschluss einer solchen Zusatzversicherung, gerade auch für Familien mit kleinen Kindern könnte dies eine interessante Alternative sein, da die Beiträge für Kinder auch deutlich geringer sind als für Erwachsene.

Die für die Homöopathie wichtigsten Erstattungsvarianten sind:

  1. GebüH nach Mindestsatz
  2. GebüH nach Höchstsatz
  3. GebüH analog 2,3-fachem Satz Schwellenwert GOÄ

Die Abrechnung homöopathischer Behandlungen kann und darf von den entsprechenden Beträgen allerdings abweichen, zumal das letzte Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH) 2002 mit Euro-Beträgen weiterhin auf Umfrageergebnissen beruht, die bereits aus dem Jahre 1985 stammt. So ist es nahe liegend, dass auch die Heilpraktiker sich an die Umstände der heutigen Zeit mit zahlreichen Kostenexplosionen anpassen müssen, um überleben zu können.

Durch den nunmehr klärenden Hinweis im GebüH 2002, dass sich die homöopathische Behandlung auf den Zeitaufwand bezieht, haben sich die Voraussetzungen für die manchmal unsichere Erstattung deutlich gebessert. Im Einzelfall hängt die Erstattung von verschiedenen Faktoren ab, z.B. Wortlaut der vertraglichen Formulierung, Nachvollziehbarkeit der Rechnungsstellung und auch den Kulanzspielräumen der Versicherer.

Falls es ausnahmsweise einmal zu Problemen mit der Rückerstattung kommt, sollten Sie sich umgehend an den Behandler wenden und ggf. auch an den VKHD (Verband Klassischer Homöopathen Deutschlands), falls dieser Mitglied in dem Verband ist.

Gründe, die man gelegentlich von den Versicherern hört, sind: Überschreitung der erstattungsfähigen Beträge im Vergleich zu Ärzten, das ist bei genauerer Betrachtung aber fast nie der Fall. Manchmal wird auch schlichtweg behauptet, der Heilpraktiker hätte nicht korrekt abgerechnet, was oft ebenso wenig zutrifft. Berufverbände helfen den Patienten und den Heilpraktikern bei der Klärung solcher Angelegenheiten gegenüber dem Versicherer.

Quelle: VKHD

Aktuelle Praxisinformationen

Aktuelle Vorträge

zum Thema Klassische Homöopathie und Schüsslersalze finden immer regelmäßig an verschiedenen Orten statt, hier sind die aktuellen Termine:

28.09.16 17.00Uhr "Schüsslersalze & Kuren" Bären-Apotheke Leipzig-Lausen, Selliner Strasse 13-15

29.09.16 19.00Uhr "Das 1x1 der Homöopathie" Apotheke am Marktkauf  Oschatz, Venissieuxer Str.6

17.10.16 19Uhr "Naturheilkunde für Kinder Teil1" Kristallapotheke Radebeul, Hauptstrasse 14

19.10.16 19Uhr "Das 1x1 der Homöopathie" Engel-Apotheke Kitzscher, Glück-Auf-Weg 2a

24.10.16 19Uhr "Naturheilkunde für Kinder Teil2" Kristallapotheke Radebeul, Hauptstrasse 14

27.10.16 19Uhr "Mit Schüsslersalzen & Kuren fit durch den Winter" Theater-Apotheke Erfurt, Dahlbergsweg 9

10.01.17 19Uhr "Homöopathie für die ganze Familie" Kristallapotheke Radebeul, Hauptstrasse 14

Weitere Vorträge sind derzeit noch in Planung. Die Teilnahme ist i.d.R. kostenlos bzw. gegen geringe Gebühr (außer NHK Kurse, da sehr umfangreich), um Voranmeldung direkt in der jeweiligen Apotheke wird aus planungstechnischen Gründen gebeten. Ich freue mich auf Ihr Kommen und einen interessanten Abend mit Ihnen!

02.11.16 19Uhr "Nicht Impfen - was dann?" mit Dr. med. Friedrich P. Graf; nähere Informationen und Anmeldung direkt über den Impfstammtisch Radebeul: Jana Seliger Tel. 0157/35656978 oder email: kontakt@impfaufklaerung-radebeul.de