ADHS ... als neue Kinder- "Krankheit" ?!

Immer häufiger hört man in unserem Umfeld von Kindern mit "Aufmerksamkeit-Defizit-Syndrom" und oft damit verbunden die medikamentöse Einstellung auf das Medikament Ritalin. Woher kommt "ADS" eigentlich und was bedeutet es?

Viele komplizierte Erklärungsversuche kursieren in der medizinischen und psychologischen Fachwelt. Man kann es aber auch ganz einfach auf den Punkt bringen und sagen: wir stehen vor einem oft "selbst gemachten" Problem, man denke an unser "modernes Leben" in Stress, Hektik und dem Zeitalter der Industriealisierung und Medien, steigende Umwelt- und Strahlenbelastung, denaturierte Nahrung, Intoxikationen...

Kommt zu alldem noch ein gewisser seelischer Druck (z.B. sehr dominante Bezugsperson, hohe Sensibilität, unsichere soziale Situation, Überforderung, Trennung der Eltern) hinzu, geraten diese Kinder oft aus ihrem seelischen Gleichgewicht und reagieren mit verschiedenen Verhaltensmustern, zum Beispiel Angst, gesteigerter Aggressivität, Depressionen oder eben auch ADS.

Diese Kinder sind nicht in der Lage, sich längere Zeit zu konzentrieren, sie fallen auf durch motorische Unruhe oder Verträumtheit und sind sehr impulsiv. Meistens wird als erstes durch die Lehrer auf die Problematik hingewiesen: die Kinder sind der "Zappelphilipp", "der Klassenclown" oder die "Traumsuse" und sind dadurch schlecht zu führen, das sich wiederum in schlechten Noten widerspiegelt. Aber es gibt auch oft genug genervte Eltern die schon mit deutlich jüngeren Kindern (ab 2-3Jahre), Rat und Hilfe beim Kinderarzt suchen. Es folgen Überweisungen zum Psychologen, Neurologen oder Psychiater, wo dann nach speziellen Untersuchungen und Tests oft die Diagnose ADS zum Vorschein kommt.

Aber außer der genauen Anamnese und Beobachtungsgabe des Therapeuten gibt es leider bisher kein gesichertes Diagnoseverfahren für ADS, somit liegt die Beurteilung im Auge des Betrachters. Es wird häufig angeraten, dem Kind die Droge "Ritalin" zu verabreichen, es damit quasi "ruhigzustellen" und dadurch aufmerksamer zu machen. Aber ist das wirklich des Rätsels Lösung? Die Folgen der Ritalinverschreibung, die mittlerweile beinahe "Bonboncharakter" trägt, sind bis heute noch nicht absehbar, da keine Langzeitstudien bekannt sind, ganz zu schweigen von den bekannten Nebenwirkungen die hinreichen bis zur Entwicklung schwerster Psychosen.

Die Behandlung von ADS stützt sich auf 3 Säulen: die wichtigste Säule ist die Elternarbeit, die Anleitung der Eltern im Umgang mit ihren Kindern durch spezialisierte Psychologen, Selbsthilfegruppen oder Pädagogen. Die zweite Säule ist die pädagogische Förderung durch Logopäden, Heilpädagogen und Ergotherapeuten. Die dritte Säule ist die medizinische Betreuung und medikamentöse Einstellung des Kindes, mit (nur im äußersten Notfall; nur zeitlich begrenzt!) Psychopharmaka und / oder homöopathische Mittel. Gerade bei Kindern ist die Wirksamkeit von Homöopathika, die frei von Nebenwirkungen sind, überwältigend. Es passiert oft, das bei Wahl des richtigen Mittels, was wiederum nur durch große Erfahrung, genaueste Anamnese und Beobachtung des Therapeuten gelingt, von heute auf morgen sich eine völlige "Wandlung" des Kindes vollzieht und die Aufmerksamkeitsprobleme sich verlieren.

Meine Botschaft an die betroffenen Familien ist folgende: ADS ist eine Erkrankung unserer jungen Generationen, die durch unsere Gesellschaft selbst kreiert wurde. Streß, Hektik, Unruhe und Umweltbelastungen sind stets und ständig am steigen. Das können wir nicht ohne weiteres abstellen oder verändern, es ist ein Symbol der Zeit in der wir leben, ob wir gut damit leben, sei dahin gestellt. Was wir aber ändern können, ist unsere Sichtweise dazu, und zwar indem wir nicht die Augen davor verschließen und hoffen das schon alles gut gehen werde, sondern bewusster diese Dinge wahrnehmen und einen eigenen Weg finden, damit besser umgehen und leben zu können. Als Eltern haben wir die Pflicht, unseren Kindern zu helfen, fü sie den Weg zu ebnen und diese Welt besser zu machen. Ein Anfang wäre, unsere Kinder besser "auszuhalten", meinetwegen auch mit Hilfe der Homöopathie.