Homöopathische Behandlung von KindernDie Behandlung von Kindern und deren Familien steht in bei meiner Praxistätigkeit im Vordergrund. Immer mehr Eltern suchen nach Möglichkeiten, ihr Kind im Krankheitsfalle „natürlich“ zu begleiten. Die Homöopathie bietet eine hervorragende Möglichkeit, Kinder sanft medizinisch auf dem Wege zum Erwachsenwerden zu unterstützen und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Als Mutter von 2 kleinen Kindern und durch meine Praxiserfahrung habe ich viel Einfühlungsvermögen bekommen und sind mir Kummer und Sorgen von Eltern wohl bekannt, wenn Kinder plötzlich hohes Fieber bekommen oder anderweitig erkranken. Durch eine konsequente homöopathische Begleitung und weitestgehender Verzicht auf unterdrückende Maßnahmen kann eine stabile Gesundheit hergestellt werden. Oft staunen Eltern darüber, wie schnell ein einzelnes homöopathisches Mittel hier seine Wirkung zeigt. Homöopathie hat nichts damit zu tun, Krankheiten „wegzuzaubern“, denn Krankheit sehen wir als Homöopathen in dem Versuch des Körpers, dass innere Gleichgewicht wieder herzustellen. Krankheit gehört zum Leben dazu, es stellt für den heranwachsenden Menschen eine Art „Lernprozess“ dar, so erklärt sich auch die Vorgehensweise, beispielsweise Fieber nicht zu unterdrücken, sondern lediglich mit sanften Methoden zu begleiten. Jede Art und jeden Verlauf von Krankheit lässt sich auf homöopathische Art günstig beeinflussen, neben der Behandlung von akuten Fällen spielt hier die konstitutionelle Behandlung die Hauptrolle.
Konstitutionelle Behandlung bedeutet, den Körper über seinem Immunsystem zu stärken. Dafür ist es wichtig, sich einen Gesamtüberblick über die Natur des kleinen Patienten zu verschaffen. Nicht nur die genauen Informationen über die körperlichen Symptome sind wichtig, es interessiert u.a. auch: Was ist es für ein Typ? Mag er z.B. eher Wärme, weil er oft friert, oder ist er hitzig? Was für Vorlieben und Abneigungen hat sie / er? Welche Krankheitsneigungen liegen vor? Was für Charaktereigenschaften hat der kleine Patient? Welche erblichen Belastungen hat er möglicherweise mit in die Wiege gelegt bekommen? Diese Fragen lassen sich in unendlicher Form weiterführen, sollen hier aber nur als Orientierung dafür dienen, wie komplex eine homöopathische Behandlung ist. Deshalb ist die Auswahl des richtigen Konstitutionsmittels viel schwieriger als die Auswahl eines Akutmittels. J.-T. Kent, ein direkter Schüler Hahnemanns und berühmter Homöopath seiner Zeit bekräftigt das Gesagte in einem Zitat: "Wenn Sie zehn Jahre lang eine gute Homöopathie betrieben haben, werden Sie erstaunt sein, wie wenig entwicklungsgestörte oder behinderte Babys Sie zu betreuen haben. Die Kinder, die unter Ihrer Obhut groß werden, blühen und gedeihen; kleinere Missbildungen wachsen sich in der Regel aus… Kein Baby, kein Kleinkind sollte ohne kontinuierliche homöopathische Betreuung heranwachsen. … Kinder, die unter der Fürsorge einen homöopathischen Arztes heranwachsen … erlangen alle eine stabile Gesundheit. … Es ist die Pflicht des Arztes, die Kleinen gut zu beobachten. Sie vor ihren ererbten Belastungen und sonstigen negativen Tendenzen zu bewahren und ist das Größte, was er in seinem Leben leisten kann; allein dafür lohnt es sich zu leben!" Quelle: J.T. Kent "Homöopathische Arzneimittelbilder", Bd.2 |